Viele Menschen gehen mit einer Mischung aus guten Absichten und tiefer Skepsis an das Recycling heran. Wenn Gerüchte kursieren, dass ein Großteil unserer Sortierung ohnehin auf Mülldeponien landet, entsteht leicht der Eindruck, dass die Mühe vergeblich sei. Experten vermuten jedoch, dass das Problem oft nicht das System selbst ist, sondern vielmehr die Art und Weise, wie wir mit ihm interagieren.
Um die Verwirrung zu beseitigen, haben wir Kevin Hartley, CEO von Cambio Roasters, und Elena Tinschert, Programmmanagerin bei der gemeinnützigen Organisation Big Reuse, konsultiert. Ihre Erkenntnisse zeigen, dass die Kunststoffrecyclingkrise zwar real ist, kleine Änderungen in der Art und Weise, wie wir unseren Abfall sortieren und reinigen, jedoch einen großen Unterschied machen können.
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Der Realitätscheck: Warum sich Recycling kaputt anfühlt
Es stimmt, dass das System erhebliche Mängel aufweist. Laut Hartley werden nur etwa 5 % des Kunststoffs in den USA tatsächlich recycelt, und ein Großteil der verarbeiteten Stoffe wird einem „Downcycling“ unterzogen, d.
Deshalb ist die Wahl des Materials wichtig. Während Kunststoff schwierig zu handhaben ist, sind andere Materialien viel effizienter:
– Aluminium: 100 % recycelbar und sehr begehrt; Ungefähr 75 % des jemals produzierten Aluminiums werden immer noch verwendet.
– Stahl und Glas: Beide gelten als unbegrenzt recycelbar.
„Es ist besser, es zu tun, als es nicht zu tun“, sagt Tinschert. „Wir müssen über Möglichkeiten nachdenken, unseren Abfall zu reduzieren.“
4 häufige Fehler, die Recycling-Chargen ruinieren
Wenn wir unsachgemäß recyceln, helfen wir nicht einfach nur; Wir können tatsächlich Schaden anrichten, indem wir ganze Chargen ansonsten guten Materials kontaminieren.
1. „Wunschradeln“
Dies geschieht, wenn Verbraucher nicht wiederverwertbare Gegenstände in die Mülltonne werfen, in der Hoffnung, dass sie verarbeitet werden. Das ist gefährlich für das System. Eine einzelne fettige Fast-Food-Verpackung oder ein Stück nicht recycelbarer Kunststoff kann eine ganze Ladung verunreinigen und dazu führen, dass die gesamte Charge auf einer Mülldeponie entsorgt wird.
* Profi-Tipp: Halten Sie sich an hoch recycelbare Materialien wie Papier, Glas, Stahl und Aluminium. Achten Sie bei Kunststoffen auf die Harzcodes 1 und 2, die am häufigsten akzeptiert werden.
2. Vernachlässigung des Spülens
Lebensmittelrückstände sind eine Hauptverunreinigung. Wenn ein Behälter mit Lebensmitteln oder Flüssigkeiten bedeckt ist, kann er von den Sortieranlagen aussortiert werden.
* Die Regel: Spülen Sie Ihre Wertstoffe mit Wasser (Seife ist nicht erforderlich) und stellen Sie sicher, dass sie trocken sind – insbesondere Papier und Pappe, die verschmutzt und nicht mehr recycelbar werden können, wenn sie feucht werden.
3. Schlechte Sortierung und gemischte Materialien
Viele gehen davon aus, dass alles in einen Mülleimer gehört, aber viele Kommunen verlangen eine Trennung.
* Verschiedene Materialien vermeiden: Wenn ein Artikel aus einer Kombination aus Pappe, Kunststoff und Folie besteht, ist eine Wiederverwertung oft nicht möglich.
* Die Deckelregel: Plastikdeckel müssen fest auf Plastikflaschen geschraubt sein. Bei Glasgefäßen sollten Metalldeckel wieder aufgeschraubt oder in das Gefäß eingesetzt werden. Vermeiden Sie jedoch „dünne“ Plastikdeckel (wie die von Kaffeetassen zum Mitnehmen), da diese von geringem Wert sind und normalerweise nicht recycelbar sind.
4. Aluminiumfolie vergessen
Viele Leute gehen davon aus, dass Folie Müll ist, aber saubere Aluminiumfolie ist vollständig recycelbar. Stellen Sie einfach sicher, dass alle Speisereste abgespült sind, bevor Sie es in den Mülleimer werfen.
Beyond the Bin: Erweitern Sie Ihre Wirkung
Recycling ist nur ein Teil einer umfassenderen Umweltstrategie. Um Ihren Fußabdruck wirklich zu reduzieren, berücksichtigen Sie diese drei Säulen:
♻️ Spezialisiertes Recycling
Standard-Mülleimer am Straßenrand sind nicht für alles geeignet.
– Elektronik (Elektroschrott): Geben Sie Elektronikgeräte niemals in Ihr normales Recycling; Batterien stellen eine Brandgefahr dar. Suchen Sie nach speziellen Sammelstellen oder Zentren für Elektroschrott.
– Kleidung: Anstatt Kleidung wegzuwerfen, spenden Sie sie an Secondhand-Läden oder Textilrecycler. Dadurch wird verhindert, dass Stoffe auf Mülldeponien landen und den Gegenständen ein zweites Leben gegeben wird.
🌱 Kompostieren
Die Umleitung organischer Abfälle ist eine der wirksamsten Möglichkeiten, den Klimawandel zu bekämpfen. Hartley weist darauf hin, dass die Treibhausgasemissionen um über 50 % reduziert werden könnten, wenn die Amerikaner organische Abfälle umleiten würden.
* Einfacher Tipp: Um Gerüche oder Schädlinge zu Hause zu vermeiden, bewahren Sie Ihre Essensreste bis zum Abholtag in einem verschlossenen Behälter im Gefrierschrank auf.
📉 Die Hierarchie des Abfalls: Reduzieren und wiederverwenden
Der effektivste Weg, mit Abfall umzugehen, besteht darin, ihn gar nicht erst zu erzeugen.
– In großen Mengen kaufen: Wenn Sie große Becher Joghurt anstelle einzelner Portionen wählen, wird das Plastikvolumen reduziert.
– Wählen Sie wiederverwendbare Produkte: Wechseln Sie zu Wasserflaschen aus Edelstahl, Tragetaschen aus Stoff und wiederverwendbaren Kaffeetassen.
– Wiederverwendung: Bevor Sie einen Behälter wegwerfen, fragen Sie, ob er ein zweites Leben hat – etwa die Verwendung eines Milchkännchens als Gießkanne.
Fazit
Recycling ist keine perfekte Lösung, aber wenn es richtig gemacht wird, ist es ein wichtiges Werkzeug. Durch die Konzentration auf hochwertige Materialien wie Aluminium, die Sicherstellung der Sauberkeit und Sortierung der Artikel sowie die Priorisierung von Reduzierung und Wiederverwendung können Einzelpersonen ihre Umweltbelastung erheblich verringern.
