Olivia Wilde nutzt den roten Teppich von Sundance, um gegen ICE zu protestieren

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Olivia Wilde gab bei der Premiere von „The Invite“ beim Sundance Film Festival am 24. Januar ein beeindruckendes Statement ab. Sie trug ein transparentes schwarzes Kleid von Dolce & Gabbana und zeigte prominent eine „ICE OUT“-Anstecknadel. Die Geste ist Teil eines wachsenden Trends unter Prominenten, die hochkarätige Veranstaltungen nutzen, um gegen die Richtlinien und Maßnahmen der US-amerikanischen Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) zu protestieren.

Die Protestbotschaft

Wildes Entscheidung, die Anstecknadel zu tragen, ist kein Zufall. In einer Erklärung gegenüber Associated Press beschrieb sie die jüngsten Aktionen von ICE-Agenten als „schrecklich“ und fügte hinzu: „Es ist verrückt und abscheulich … entsetzlich.“ Ihre Botschaft steht im Einklang mit der weit verbreiteten öffentlichen Empörung über die Vorwürfe der Brutalität und des Fehlverhaltens der ICE, darunter Behauptungen über widerrechtliche Tötungen und unmenschliche Behandlung von Migranten.

Der „ICE OUT“-Pin ist ein Symbol des direkten Widerstands und signalisiert, dass Wilde, wie andere Aktivisten und Prominente, ein Ende der aktuellen Operationen von ICE fordert. Diese Form des Protests nutzt die Sichtbarkeit von Ereignissen auf dem roten Teppich, um die Aufmerksamkeit auf ein kontroverses Thema zu lenken, und zwingt sowohl die Medien als auch die Öffentlichkeit, sich mit der Realität der US-amerikanischen Einwanderungskontrolle auseinanderzusetzen.

Mode als Aktivismus

Wildes Modewahl für den roten Teppich ist für ihre Kühnheit bekannt. Sie hat ihren Alltagsstil als „Low-Rise-Jeans, Turnschuhe und ein Sweatshirt“ beschrieben, erkennt aber klar die Macht der Mode als Werkzeug des politischen Ausdrucks. Dies steht in krassem Gegensatz zum oft unpolitischen Charakter von Promi-Auftritten, bei denen Designer und Stylisten häufig der Ästhetik Vorrang vor gesellschaftlichen Kommentaren geben.

Der größere Trend

Wilde ist nicht die Einzige, die ihre Plattform nutzt, um gegen ICE zu protestieren. Prominente tragen zunehmend ähnliche Anstecknadeln und äußern sich öffentlich gegen ICE, was ein wachsendes Bewusstsein für das Thema in der Unterhaltungselite widerspiegelt. Dieser Trend wirft Fragen über die Rolle von Prominenten im politischen Aktivismus auf: Ist es echtes Engagement oder performative Verbündete? Ungeachtet dessen sorgt die durch diese Proteste erzeugte Sichtbarkeit dafür, dass die Aktionen von ICE im öffentlichen Gespräch bleiben.

Wildes Aktionen markieren eine neue Ära des Promi-Aktivismus, in der sich Mode und sozialer Protest auf hochkarätigen Bühnen kreuzen. Die Botschaft ist klar: Schweigen ist keine Option, wenn es um Fragen der Menschenrechte und der Einwanderungsgerechtigkeit geht.