Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand verzeichnen einen überraschenden Anstieg des Interesses am Männer-Eishockey, dank eines unwahrscheinlichen Katalysators: dem viralen Erfolg der queeren Liebesserie Heated Rivalry. Daten deuten darauf hin, dass die Show, die Ende 2025 das Publikum fesselte, direkt zu einem deutlichen Anstieg des weiblichen Engagements für den Sport beigetragen hat.
Der Anstieg der weiblichen Zuschauerzahlen
Laut Zeta Global ist das Interesse von Frauen am Eishockey in den letzten zwei Monaten um 20 % gestiegen und übersteigt nun um 30 % das Niveau von Anfang 2022 rund um die Olympischen Spiele in Peking. Die Sendung, die ursprünglich auf Crave und HBO Max gestreamt wurde, lag an der Spitze der Einschaltquoten und zog ein überwiegend weibliches Publikum an. Die Auswirkungen sind nicht nur anekdotisch; Das Engagement von Frauen unter 35 Jahren stieg im November und Dezember im Vergleich zum Vormonat um 8–11 % und gipfelte nach dem Finale der Show im Dezember in einem dramatischen 71,5 %-Anstieg.
Jenseits der Generation Z: Breite demografische Auswirkungen
Während virale TikToks mit den Stars der Show, Ilya Rozanov und Shane Hollander, darauf schließen lassen, dass Frauen der Generation Z die Haupttreiber dieses Trends sind, zeigen die Daten ein breiteres demografisches Wachstum.
– Bei Frauen im Alter von 18 bis 24 Jahren stieg das Eishockeyinteresse um 24,69 %.
– Die Altersgruppe der 25- bis 49-Jährigen stieg um 19,74 %.
– Frauen im Alter von 50–64 Jahren wuchsen um 23,74 %.
– Auch bei den über 65-Jährigen stieg das Interesse um 27,19 %.
Dies deutet darauf hin, dass Heated Rivalry eine breitere, bereits bestehende weibliche Eishockey-Fangemeinde erschlossen und gleichzeitig neue Zuschauer über mehrere Altersgruppen hinweg angezogen hat.
Die kulturelle Resonanz und die olympische Reaktion
Der Einfluss der Show zeigt sich in den Social-Media-Trends: Olympische Eishockeyspiele werden mittlerweile häufig von t.A.T.u.s „All the Things She Said“ untermalt, einem Lied, das in einer Schlüsselszene von „Heated Rivalry“ vorkommt. Das Time Magazine interviewte kürzlich Fans, die nach dem Ansehen der Show Tickets für Frauenhockeyspiele kauften, und zeigte damit einen direkten Zusammenhang zwischen der Serie und dem Engagement in der realen Welt auf.
Die olympischen Organisatoren haben sich das Phänomen sogar zunutze gemacht, indem sie die Schauspieler Hudson Williams und Connor Storrie, die die Hauptrollen der Show spielen, ausgewählt haben, um die olympische Flamme nach Italien zu tragen und so die Verbindung zu festigen.
Das gestiegene Interesse am Eishockey ist nicht nur auf „Heated Rivalry“ zurückzuführen, sondern der Zeitpunkt und das Ausmaß des Zuschaueranstiegs deuten stark darauf hin, dass die Show eine bedeutende Rolle gespielt hat. Dieser unerwartete kulturelle Crossover unterstreicht die Macht der Unterhaltungsmedien, die Auseinandersetzung mit traditionell männerdominierten Sportarten voranzutreiben.
