Neun amerikanische Athletinnen durchbrechen bei den bevorstehenden Spielen in Mailand alle Grenzen und beweisen, dass sich Spitzensport und Mutterschaft nicht ausschließen. Diese Frauen, die in Sportarten von Eishockey bis Bobfahren antreten, definieren neu, was es bedeutet, eine „Hockey-Mutter“ oder eine Hochleistungssportlerin zu sein. Ihre Anwesenheit unterstreicht einen wachsenden Trend: Frauen weigern sich, ihre sportliche Karriere nach der Geburt eines Kindes zu unterbrechen, und nutzen stattdessen die Mutterschaft als Motivationsquelle.
Sportliches Engagement neu definieren
Kendall Coyne Schofield, ein viermaliger Olympiateilnehmer im Eishockey, verkörpert diesen Wandel. Als sie ihren Sohn im Jahr 2023 begrüßte, machte sie deutlich, dass die Mutterschaft ihre Karriere nicht aufhalten würde: * „Ich wollte nie, dass [mein Sohn] glaubt, er sei der Grund, warum ich mit dem Eishockey aufhören würde … Er ist der Grund, warum ich weiter spiele.“ Diese Meinung wird von Brenna Huckaby , einer paralympischen Snowboarderin, bestätigt, die die Kraft von Kindern betont, die den Ehrgeiz ihrer Eltern aus erster Hand miterleben. „Sie bekommen tatsächlich zu sehen: ‚Oh, Mama macht das aus einem bestimmten Grund.‘“*
Die Athleten stellen auch gesellschaftliche Erwartungen in Frage. Das herkömmliche Bild einer „Hockey-Mutter“ als Zuschauerin wird durch Frauen ersetzt, die aktiv auf höchstem Niveau antreten und von ihren Kindern angefeuert werden.
Balanceakt: Motivation und Opferbereitschaft
Für diese Sportler ist Mutterschaft nicht nur eine Randbemerkung; es ist eine treibende Kraft. Elana Meyers Taylor, eine ausgezeichnete Bobfahrerin, erkennt die schwierige Balance: „Jeder Moment, in dem ich auf dem Eis bin, ist ein Moment, in dem ich nicht bei ihnen bin. Also muss ich dafür sorgen, dass es sich lohnt.“ Dieses Gefühl ist nicht einzigartig. Kaillie Humphries, eine weitere Bob-Championin, glaubt, dass Mutterschaft ein neues Maß an Kraft freisetzt: „Mutterkraft ist ein ganz neues Niveau, und ich hoffe, dass das der perfekte Zeitpunkt für die Olympischen Spiele 2026 ist.“
Dieses Gleichgewicht erstreckt sich auch auf die Bewältigung praktischer Herausforderungen. Sportler wie Oyuna Uranchimeg (Curling) sehen ihre sportlichen Aktivitäten als Vorbild für ihre Kinder und zeigen den Wert von Zielsetzung und Ausdauer. Unterdessen bringt Laura Dwyer (Rollstuhl-Curling) ihr Training mit dem Stolz, einen Sohn zu haben, der im U.S. Marine Corps dient, und einen anderen, der College-Football spielt, in Einklang.
Schwesternschaft und Unterstützung
Die Anwesenheit mehrerer Mütter im Team USA fördert ein unterstützendes Netzwerk. Tara und Tabitha Peterson (Curling) sind ein Beispiel dafür, als Schwestern und Teamkolleginnen, die die Erfahrung teilen, Mutterschaft mit Elite-Wettkämpfen unter einen Hut zu bringen. Kelly Curtis (Skeleton Slider), die ihr Baby im Jahr 2023 zur Welt brachte, lobt diese Community für den reibungsloseren Übergang: * „Ich habe das Gefühl, dass ich zum besten Zeitpunkt in meinem Sport in die Mutterschaft komme … Es gibt noch einiges zu tun, aber ich denke, weil wir dieses Netzwerk von anderen Sportlern haben, die das alles tun, während sie auf dem höchsten Niveau ihres Sports sind, macht es das Ganze einfach umso angenehmer.“*
Die Reisen dieser Sportler zeigen einen kulturellen Wandel im Sport. Sie beweisen, dass Frauen sich nicht zwischen Mutterschaft und sportlichen Leistungen entscheiden müssen. Stattdessen können sie in beiden Rollen erfolgreich sein und neu definieren, was es bedeutet, ein Champion zu sein – auf und neben dem Spielfeld.
